Und wieder komme ich zu meiner
erklärten Lieblingskaffeerösterkette – Einstein Cafes. Diesmal hat es mich samt
Begleitung zum Checkpoint Charlie verschlagen. Wahrlich kein Ort (hier meine
ich die Sehenswürdigkeit an sich – den Checkpoint), an der man viele Berliner
trifft. Dafür ist das Gewusel an Touristen kaum zu übersehen. Und selbst am
Sonntag, wenn der Rest der Hauptstadt so angenehm ausgestorben wirkt, wird man
hier bei noch so schlechtem Wetter nie eine gähnende Leere vorfinden.
Gleiches trifft ganz
offensichtlich auf das gleichnamige Cafe zu. Und zwar wirklich alles. Selbst
die am Checkpoint bereits obligatorischen als amerikanische GI’s verkleideten
flaggenhaltenden „Soldaten“, die für ein Foto posieren wärmen sich bei einer
Tasse Kaffee... na, wo denn sonst außer hier, im Einstein.
Vermutlich ist dies auch der
einzige Einstein, in dem nicht nur auch am Sonntag kaum ein freies Plätzchen zu
finden ist, sondern in dem man seinen bestellten Kaffee auch an den Tisch
gebracht bekommt. Wer schon mal bei Einstein war, weiß eigentlich, dass man
normalerweise seine Bestellung an der Kasse aufgibt und diese später, in der
gleichen Reihenfolge wie die Bestellungen, an der Kaffeemaschine auch ausgehändigt
bekommt. Am Checkpoint (zumindest ist es am Sonntag so) suchen die fleißigen
Mitarbeiter die Gäste auch dann, wenn diese sich zwischenzeitlich, während sie
warteten, umgesetzt haben.
Im Übrigen erinnert die
restliche Einrichtung an die anderen Einstein-Shops. Mit wenigen Ausnahmen. Der
Kronleuchter im Hauptraum ist schon beeindruckend groß und imposant und an den
Wänden hängen, passend zu der Cafeumgebung, historische Bilder des Checkpoints.
Zu dem Kaffee selbst sind die
Eindrücke hingegen eher gemischt. Die Zubereitung gelingt den Mitarbeitern
gekonnt souverän und routiniert. Mein Latte Macchiato war auch guter
Durchschnitt, weich mit nicht zu viel und nicht zu wenig Schaum. Der Cappuccino
der Begleitung hingegen schmeckte bitter, am Tassenboden sammelten sich
Kaffeekörnchen, nur der Milchschaum war überzeugend fest und cremig.
Übliche
Kaffeebegleiterscheinungen in Form von Torten und Süßigkeiten waren zwar
vorhanden, jedoch war die Auswahl stark dezimiert. Angesichts der
Menschenmassen, die sich aus, im und um den Cafe herum bewegten, überraschte
dies allerdings wenig.
Mein Fazit - wenn man auf der Suche nach gutem Kaffee sich zum Checkpoint Charlie verirrte, kann man (und sollte sogar auch) durchaus sein Glück im Einstein versuchen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird man eher zufrieden gestellt als bei der umliegenden Konkurrenz. Sonst ist das Cafe nur Voyeuren unter euch zu empfehlen, die sich das Touristenwirrwarr samt sprachlicher und menschlicher Vielfalt antun wollen. Und einen Kaffe dabei zu sich nehmen möchten.
Einstein Coffeeshop - Checkpoint Charlie, Friedrichstraße 206, , 10969 Berlin
www.einstein-coffeeshops.com

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen